Kurze Rassenbeschreibung

Der Västgötaspets ist auch unter den Namen Schwedischer Vallhund, Schwedischer Schäferspitz und Westgotenspitz bekannt. In englischer Sprache nennt man ihn Swedish Vallhund, in französischer Sprache Spitz des visigoths.

Der Västgötaspets

Er mag es

Er mag es nicht

(Auszug aus der Rassenbeschreibung mit freundlicher Genehmigung von Bonnie Benneker, Curragh's Kennel, Holland)

 

Und hier noch der offizielle Rassenbeschrieb der FCI. (Änderungen des vorherigen Standards sind fett markiert)

FCI-Standard Nr. 14 / 02. 06. 2010 / D

ÜBERSETZUNG: Dr.J.-M. Paschoud / Harry G. A Hinckeldeyn

Ergänzt und űberarbeitet Christina Bailey

 

URSPRUNG: Schweden

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES: 26.03.2009

 

VERWENDUNG: Treibhund.

 

KLASSIFIKATION FCI:         

Gruppe 5                Spitze und Hunde vom Urtyp

Sektion 3               Nordische Wach- und Hütehunde

                             Ohne Arbeitsprüfung

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS

Obschon die Verwandtschaft des Västgötaspets mit dem Welsh Corgi nicht endgültig abgeklärt ist, herrscht die Ansicht

vor, der Västgötaspets sei eine ursprünglich schwedische Rasse. Es ist schwer zu sagen, ob die Wikinger Hunde

vom Corgi Typus von England nach Schweden gebracht haben oder Västgötaspets ähnliche Hunde von Schweden nach

England. Moderne kynologische Forschungen neigen zu der Annahme, die Rasse habe sich in Schweden entwickelt.

Unabhängig vom Ursprung dieser Rasse geht der Verdienst für ihre Anerkennung an den Grafen Björn von

Rosen. In den frühen 40ger Jahren erfuhr von Rosen, dass dieser alte Typ des Hütehundes noch immer

existierte und veranlasste eine Bestandsaufnahme in der Gegend von West Gotha. Besonders in der Umgebung

von Vara entdeckte man wenige aber genug Exemplare von recht homogenem Typ, um mit der Zucht zu

beginnen. Man erreichte, ohne den Verlust der Arbeitsveranlagung, einen homogenen Typ herauszuzüchten.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD

Kleiner, kurzläufiger und robuster Hund. Äussere Erscheinung und Ausdruck kennzeichnen einen wachsamen,

lebhaften und energievollen Hund.

 

WICHTIGE PROPORTIONEN

Das Verhältnis von Widerristhöhe zur Länge des Körpers soll 2:3 betragen.

Die Hőhe vom tiefsten Punkt der Vorbrust bis zum Boden sollte niemals weniger als 1/3 der Hőhe bis zum

Widerrist sein.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) Diese Rasse ist wachsam, energievoll, furchtlos und lebhaft.

 

KOPF:

Der Kopf soll ziemlich lang und klar umrissen sein. Schädel und Nasenrücken sind parallel.

 

OBERKOPF: Von oben betrachtet soll der Schädel mässig breit sein und von der Seite betrachtet soll

er bis zur Nasenspitze einen regelmässigen Keil bilden.

Schädel: Fast flach.

Stop: Gut ausgebildet.

 

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenschwamm: Schwarz.

Fang: Von der Seite gesehen, soll er ziemlich stumpf sein und nur etwas kürzer als der Schädel.

Lefzen: Straff anliegend und fest geschlossen.

Kiefer/Zähne: Unterkiefer ziemlich stumpf & kräftig aber nicht vorstehend.

Vollständiges und regelmässiges Scherengebiss mit gerade im Kiefer stehenden, gut entwickelten Zähnen.

Augen: Mittelgross, oval, dunkelbraun.

Ohren: Mittelgross, spitz, aufgerichtet, das Leder ist fest vom Ansatz bis zur Spitze, von kurzem Haar bedeckt

und beweglich. Die Länge des Ohres sollte etwas grösser sein als die Breite am Ansatz.

 

HALS: Lang und stark bemuskelt, von guter Länge.

 

KÖRPER:

Obere Profillinie: Rücken horizontal und gut bemuskelt.

Lenden: Kurz, breit und kräftig.

 

Kruppe: Breit und leicht abfallend.

Brust: Lang und tief. Rippen ziemlich gut gerundet. Von vorne gesehen ist die Brust oval, von der Seite gesehen

ellipsenförmig. Sie soll bis zu 2/5 der Länge der Vorderläufe reichen. Von der Seite gesehen, befindet sich der

tiefste Punkt der Brust unmittelbar hinter dem Ellbogen. Brustbein sichtbar aber nicht übermässig ausgeprägt.

Untere Profillinie und Bauch: Bauch leicht aufgezogen.

 

RUTE: Es gibt zwei Formen: die lange Rute und alle Variationen der von Natur aus kurzen Rute. In beiden

Fällen sind alle Variationen der Rutenhaltung zulässig, da es keine Vorschrift für die Haltung gibt.

 

GLIEDMASSEN:  Mit kräftigen Knochen.

 

VORDERHAND:

Schultern: Lang und gut im 45 Grad Winkel zu der horizontalen Linie liegend.

Oberarm: Etwas kürzer als das Schulterblatt, bildet er mit dem Schulterblatt einen deutlichen Winkel.

An den Rippen anliegend, jedoch sehr beweglich.

Unterarm: Von vorne gesehen leicht gekrümmt, jedoch nur soviel, dass die freie Aktion der Vorderläufe im

Bereich des unteren Teils des Brustkorbes nicht beeinträchtigt wird.

Vordermittelfuss: Elastisch.

 

HINTERHAND: Von hinten gesehen, stehen die Hinterläufe parallel.

Oberschenkel: Breit und stark bemuskelt.

Kniegelenk: Gut gewinkelt.

Unterschenkel: Die Länge der Unterschenkel ist nur etwas grösser als der Abstand vom Sprunggelenk bis zum Boden.

Sprunggelenk:  Gut gewinkelt.

Hintermittelfuss:  Mässig hoch.

 

PFOTEN: Mittelgross, kurz, oval, gut aufgeknöchelt, gerade nach vorne gerichtet. Kräftige Ballen.

 

GANGWERK: Harmonisch, mit gutem Vortritt und Schub.

 

HAARKLEID

 

HAAR: Deckhaar mittellang, harsch, eng anliegend und dicht. Unterwolle weich und dicht. Das Haar soll am Kopf

und an den Vorderseiten der Gliedmassen kurz, am Hals, an der Kehle, der Brust und an den Rückseiten der

Hinterläufe etwas länger sein.

 

FARBE: Die erwünschten Farben sind grau, grau-braun, grau-gelb, rötlich-gelb oder rötlich-braun. Helleres Haar,

aber in den gleichen Farbtönen wie oben, darf am Fang, an der Kehle, an der Brust, am Bauch, am Gesäss, an den

Pfoten und an den Sprunggelenken vorkommen. Dunkleres Deckhaar ist sichtbar auf dem Rücken, am Hals

und an den Körperseiten. Hellere Abzeichen an den Schultern, der Form eines Pferdegeschirrs entsprechend

und hellere Abzeichen an den Backen sind sehr erwünscht.

Weiss ist erlaubt in Form einer schmalen Blesse, eines Nackenfleckens oder eines angedeuteten Halsbandes.

Weisse Abzeichen sind erlaubt an der Vorbrust und an den Vorder- und Hinterläufen aber die weissen Socken

dürfen nicht bis über die Hälfte der Beine reichen. 

 

GRÖSSE UND GEWICHT:

Widerristhöhe:          Rüden             33 cm  (Ideale Grösse)

                                Hündinnen        31 cm  (Ideale Grösse)

                                Eine Toleranz von 2 cm nach oben und 1 cm nach unten ist zulässig.

 

FEHLER

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung

in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit

und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

 

 

SCHWERE FEHLER:

 

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.