Der Västgötaspets
Er mag es
Er mag es nicht
(Auszug aus der Rassenbeschreibung mit freundlicher
Genehmigung von Bonnie Benneker, Curragh's Kennel, Holland)
Und hier
noch der offizielle Rassenbeschrieb der FCI. (Änderungen des vorherigen
Standards sind fett markiert)
ÜBERSETZUNG: Dr.J.-M. Paschoud / Harry G.
A Hinckeldeyn
Ergänzt und űberarbeitet Christina Bailey
URSPRUNG: Schweden
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES: 26.03.2009
VERWENDUNG: Treibhund.
KLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 5 Spitze
und Hunde vom Urtyp
Sektion 3
Nordische Wach- und Hütehunde
Ohne
Arbeitsprüfung
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS
Obschon die Verwandtschaft des Västgötaspets mit
dem Welsh Corgi nicht endgültig abgeklärt ist, herrscht die Ansicht
vor, der Västgötaspets sei eine ursprünglich
schwedische Rasse. Es ist schwer zu sagen, ob die Wikinger Hunde
vom Corgi Typus von England nach Schweden gebracht
haben oder Västgötaspets ähnliche Hunde von Schweden nach
England. Moderne kynologische Forschungen neigen zu
der Annahme, die Rasse habe sich in Schweden entwickelt.
Unabhängig vom Ursprung dieser Rasse geht der Verdienst für ihre Anerkennung an den Grafen Björn von
Rosen. In den frühen 40ger Jahren erfuhr von Rosen,
dass dieser alte Typ des Hütehundes noch immer
existierte und veranlasste eine Bestandsaufnahme in
der Gegend von West Gotha. Besonders
in der Umgebung
von Vara entdeckte man wenige aber genug Exemplare von recht
homogenem Typ, um mit der Zucht zu
beginnen. Man erreichte, ohne den Verlust der
Arbeitsveranlagung, einen homogenen Typ herauszuzüchten.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD
Kleiner, kurzläufiger und robuster Hund. Äussere Erscheinung
und Ausdruck kennzeichnen einen wachsamen,
lebhaften und energievollen
Hund.
WICHTIGE PROPORTIONEN
Das Verhältnis von Widerristhöhe zur Länge des Körpers soll 2:3 betragen.
Die Hőhe vom tiefsten Punkt der Vorbrust bis zum Boden sollte niemals
weniger als 1/3 der Hőhe bis zum
Widerrist sein.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) Diese Rasse
ist wachsam, energievoll, furchtlos und lebhaft.
KOPF:
Der Kopf soll ziemlich lang und klar umrissen sein.
Schädel und Nasenrücken sind parallel.
OBERKOPF: Von oben
betrachtet soll der Schädel mässig breit sein und von der Seite betrachtet soll
er bis zur Nasenspitze einen regelmässigen Keil bilden.
Schädel: Fast flach.
Stop: Gut ausgebildet.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Von der Seite gesehen, soll er ziemlich stumpf sein und nur etwas kürzer
als der Schädel.
Lefzen: Straff anliegend und
fest geschlossen.
Kiefer/Zähne: Unterkiefer
ziemlich stumpf & kräftig aber nicht vorstehend.
Vollständiges und regelmässiges Scherengebiss mit
gerade im Kiefer stehenden, gut entwickelten Zähnen.
Augen: Mittelgross, oval, dunkelbraun.
Ohren: Mittelgross, spitz, aufgerichtet, das Leder ist fest vom Ansatz bis zur
Spitze, von kurzem Haar bedeckt
und beweglich. Die
Länge des Ohres sollte etwas grösser sein als die Breite am Ansatz.
HALS: Lang und stark bemuskelt,
von guter Länge.
KÖRPER:
Obere Profillinie: Rücken horizontal und gut bemuskelt.
Lenden: Kurz, breit und
kräftig.
Kruppe: Breit und leicht abfallend.
Brust: Lang und tief. Rippen ziemlich
gut gerundet. Von vorne gesehen ist die Brust oval, von der Seite gesehen
ellipsenförmig. Sie soll bis zu 2/5 der Länge der
Vorderläufe reichen. Von der Seite gesehen, befindet sich der
tiefste Punkt der Brust unmittelbar hinter dem
Ellbogen. Brustbein sichtbar aber nicht
übermässig ausgeprägt.
Untere Profillinie und Bauch: Bauch leicht aufgezogen.
RUTE: Es gibt zwei Formen: die
lange Rute und alle Variationen der
von Natur aus kurzen Rute. In beiden
Fällen sind alle Variationen der Rutenhaltung
zulässig, da es keine Vorschrift für die
Haltung gibt.
GLIEDMASSEN: Mit kräftigen Knochen.
VORDERHAND:
Schultern: Lang und gut im 45
Grad Winkel zu der horizontalen Linie liegend.
Oberarm: Etwas kürzer als das Schulterblatt, bildet er mit dem
Schulterblatt einen deutlichen Winkel.
An den Rippen anliegend, jedoch sehr beweglich.
Unterarm: Von vorne gesehen leicht gekrümmt, jedoch nur soviel,
dass die freie Aktion der Vorderläufe im
Bereich des unteren Teils des Brustkorbes nicht
beeinträchtigt wird.
Vordermittelfuss: Elastisch.
HINTERHAND: Von hinten gesehen, stehen die Hinterläufe parallel.
Oberschenkel: Breit und
stark bemuskelt.
Kniegelenk: Gut gewinkelt.
Unterschenkel: Die Länge der Unterschenkel ist nur etwas grösser als der Abstand vom Sprunggelenk bis zum Boden.
Sprunggelenk: Gut gewinkelt.
Hintermittelfuss: Mässig hoch.
PFOTEN: Mittelgross, kurz, oval, gut aufgeknöchelt, gerade nach
vorne gerichtet. Kräftige Ballen.
GANGWERK: Harmonisch, mit gutem Vortritt und Schub.
HAARKLEID
HAAR: Deckhaar mittellang, harsch, eng anliegend und dicht. Unterwolle weich
und dicht. Das Haar soll am Kopf
und an den Vorderseiten der Gliedmassen kurz, am
Hals, an der Kehle, der Brust und an den Rückseiten der
Hinterläufe etwas länger sein.
FARBE: Die erwünschten Farben sind grau, grau-braun, grau-gelb, rötlich-gelb oder rötlich-braun.
Helleres Haar,
aber in den gleichen Farbtönen wie oben, darf am
Fang, an der Kehle, an der Brust, am Bauch, am Gesäss, an den
Pfoten und an den Sprunggelenken vorkommen.
Dunkleres Deckhaar ist sichtbar auf dem Rücken, am Hals
und an den Körperseiten. Hellere Abzeichen an den
Schultern, der Form eines Pferdegeschirrs entsprechend
und hellere Abzeichen an den Backen sind sehr erwünscht.
Weiss ist erlaubt in Form einer schmalen Blesse,
eines Nackenfleckens oder eines angedeuteten Halsbandes.
Weisse Abzeichen sind erlaubt an der Vorbrust und
an den Vorder- und Hinterläufen aber die
weissen Socken
dürfen nicht bis über die Hälfte der Beine reichen.
GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe: Rüden 33 cm (Ideale Grösse)
Hündinnen 31
cm (Ideale Grösse)
Eine
Toleranz von 2 cm nach oben und 1 cm nach unten ist zulässig.
FEHLER
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss
als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung
in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung
stehen sollte und dessen Einfluss auf
die Gesundheit
und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
SCHWERE FEHLER:
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
Hunde,
die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen,
müssen disqualifiziert werden.
N.B.: Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.